Aktuelle Informationen


Technische Ausstattung

Unsere eingesetzten Messgeräte und die weiterverarbeitende EDV werden regelmäßig gewartet und modernisiert. So haben wir zum Jahreswechsel den kompletten Umstieg auf die neueste Messtechnik mit automatischer Prismenverfolgung gemacht, um unsere Arbeit weiter rationalisieren zu können und hohe Qualitätsstandards zu sichern.

Wir können nun bei übersichtlichen Bauvorhaben mit beiden Geräten im Einmannmodus arbeiten. Dennoch haben wir aber auch die Möglichkeit, das Gerät im bewährten 2-Mannbetrieb für Aufmaße in schwer überblickbarem Terrain mit altem Bewuchs oder in stark frequentierten Plätzen einzusetzen. Auch beim traditionellen Aufmaß bewirkt die Messtechnik im 2-Mannbetrieb eine erhebliche Zeitersparnis.

Bei großen und wenig bewachsenen Bauvorhaben ist die moderne 1-Mann Station Trimble S6 mit Roboticstab das ideale Gerät. Mit dieser Station können wir zudem sehr effektiv Absteckarbeiten durchführen. Die Absteckpunkte können mit einer speziellen Software direkt aus dem digitalen Plan ausgelesen und vor Ort abgesteckt werden.

Im Büro setzen wir für die zeichnerische Nachbearbeitung, Abrechnung und Planung das ACAD-gestützte greenXpert von Dataflor ein. Mit diesem Programm haben wir ein zuverlässiges und effektives Mittel zur Erzeugung von REB-konformen Bauabrechnungen, aktuellen Pflanzlisten oder auch ansprechenden Visualisierungen. Wir legen großen Wert auf eine einheitliche und übersichtliche Layerstruktur, die das weitere Arbeiten mit unseren Dateien produktiv macht. Die Zeichnungsdaten können als DWG- oder DXF-file übergeben werden, die LV's und Massenlisten als GAEB-Dateien. Bei Geländemodellen können Punktsätze und Triangulationen als ASCI-File oder Excel-Tabelle exportiert werden.

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So funktioniert ein Tachymeter-Meßgerät

Bei unserem Messgerät der Firma TRIMBLE (Typ S6) wird die Laufzeit eines Wellenimpulses dazu genutzt, Strecken und Winkel zu ermitteln, um die aufzunehmenden Geländepunkte sowohl der Lage als auch der Höhe nach eindeutig bestimmen zu können. Dabei fungiert das Gerät als Sender und Empfänger gleichzeitig. Elektromagnetische Wellen im Infrarotbereich ("Laser") werden abgesandt und von einem Reflektor in Form eines Glasprismas, das senkrecht auf einem Stab über dem Punkt gehalten wird, zurückgeworfen. Das Glasprisma ist höhenverstellbar und sowohl vertikal als auch horizontal drehbar, um eine direkte Anzielung mit dem Fernrohr auch in unterschiedlichen Höhenlagen zu ermöglichen. Die Schrägentfernung wird vom Messgerät nach der Laufzeit des Wellenimpulses bestimmt, die Horizontal- und Vertikalwinkel werden direkt am Gerät erfasst. Aus den gemessenen Werten berechnet das Tachymeter die exakten Koordinaten des Geländepunktes in Bezug auf den Standpunkt.

Die Messentfernung kann ca. zwischen 0,50m als kürzeste Entfernung zum Gerät und 800m betragen. Die Gerätegenauigkeit liegt bei ± 3mm auf 1000 m.

Die Geschwindigkeit des Infrarot-Lichtstrahls ist in der Atmosphäre abhängig von Temperatur und Luftdruck. Daher muß für Streckenmessungen von höchster Genauigkeit (Katastervermessungen) der Temperatur- und Luftdruckunterschied zwischen Stand- und Zielpunkt ermittelt und eine entsprechende Korrektur am Gerät vorgenommen werden. Bei "normalen" Aufmaßen darf dieser Aspekt ebenso wie die Krümmung der Erdkugel unberücksichtigt bleiben.

Das TRIMBLE S6 kann als 1-Mann- Station verwendet werden. Das bedeutet, dass das Gerät das Prisma eigenständig verfolgt. Der Bediener führt das Feldbuch direkt am Prisma mit sich und kann dort alle erforderlichen Informationen (z.B. Codierungen) eingeben. Im so genannten Tracking-Modus kann in sehr kurzer Zeit eine hohe Anzahl an Punkten gemessen werden.

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Georeferenzierung / Satellitenpositionierungsdienst

Das amtliche Bezugssystem mit Gauß-Krüger-Koordinaten ist ein gedachtes Netz, das über die Erdkugel gelegt ist. Darin werden schmale, in Nord-Süd-Richtung verlaufende Streifen festgelegt, innerhalb derer ein rechtwinkliges Gitternetz unabhängig von der gewölbten Oberfläche des Erdballs zugrunde gelegt wird. Jeder Punkt ist in diesem einheitlich definierten Bezugssystem eindeutig der Lage nach beschreibbar. Die Gauß-Krüger-Punkte sind über ein Staatsgebiet verteilt und bilden ein mehr oder weniger dichtes Netz.

Die Lage dieser Punkte und die dazugehörigen Koordinaten wurden wie auch die Informationen über NN-Höhen in Hamburg vom Amt für Geoinformation verwaltet und gepflegt.

NN bedeutet "Normal Null". Die Höhen geben den senkrechten Abstand zu einer definierten Niveaufläche an. Dabei handelt es sich um eine gedachte Meeresoberfläche, die sich unterhalb der Kontinente fortsetzt. Da diese Fläche schwer erfassbar ist, haben sich die einzelnen Länder Haupthöhenpunkte geschaffen, die sich auf eine gedachte mittlere Meeresspiegelhöhe beziehen. Diese fällt etwa mit dem mittleren Wasserstand der Nordsee am Pegel Amsterdam (= ± 0,0m) zusammen.

Um eine Lageanbindung von digitalen Aufmaßen an das Gauß-Krüger-Koordinaten- System und die NN-Höhen vornehmen zu können, wurden in Hamburg bisher vom Amt für Geoinformation gebührenpflichtige Daten zu den Festpunkten zur Verfügung gestellt. Dieses aufwändige System der Kontrolle und Erneuerung von Festpunkten im Hamburger Stadtgebiet wurde aus Kostengründen vom Amt für Geoinformation eingestellt und durch neue Technologie ersetzt:

Ende 2003 begann in Hamburg die Umstellung des Lagefestpunktnetzes nach Gauss-Krüger auf die satellitengestützte Positionierung (SAPOS) nach ETRS89 (European Terrestrial Reference System). Ende 2005 wurde der letzte Bezirk umgestellt, so dass jetzt für das gesamte Stadtgebiet das neue ETRS-System gilt und Anbindungen nur noch über GPS (Global Positioning System) hergestellt werden. Dieses System arbeitet mit Signalen, die regelmäßig von 33-34 Satelliten gesendet werden, die die Erde in 24000 Kilometern Entfernung umkreisen, und deren Laufzeit für die Lokalisierung des Empfängers ausgewertet wird. Lokale Referenzstationen prüfen die Satellitensignale, vergleichen diese mit bekannten Sollpositionen und errechnen entsprechende Korrekturwerte. Auf diese Weise kann mit GPS eine Zentimetergenaue Standortbestimmung erreicht werden. Im Unterschied zum alten Lagestatus nach Gauss-Krüger, der die Erde als Kugel betrachtet hat (Lagestatus 100), berücksichtigen die neuen Lagestati auch die tatsächliche Erdkrümmung, so dass eine den realen Verhältnissen angepasste Darstellung erfolgt (Lagestatus 320 und 310).

Anmerkungen zu den Lagestati (LS) 310 und 320
Der in Hamburg seit Januar 2011 amtlich gültige LS 310 (UTM Abbildung) basiert auf einer Projektion der Geoid-Daten der Erde auf eine ideale Kugel. Dieser Lagestatus führt aufgrund der Projektion zu einer Verzerrung der real aufgemessenen Flächen und ist somit als Planungsgrundlage nicht sinnvoll. Das Aufmaß wird daher Vorort im LS 320 (ETRS 89 Gauss-Krüger- Abbildung) durchgeführt; alle Längen und Strecken entsprechen den realen Größen (keine Projektion).

Für Architekten ist die Integration eines Aufmaßes in die digitale Stadtgrundkarte eine interessante Ergänzung zur Georeferenzierung.

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Die digitale Stadtgrundkarte DSGK

Im digitalen Zeitalter gibt es von Seiten der Städte und Kommunen das Bestreben sämtliche Flurkarten und ihre Informationen in ein Computersystem zu übertragen. In Hamburg werden alle diesbezüglichen digitalen Datenbestände vom Amt für Geoinformation verwaltet und erweitert.
Die Digitale Stadtgrundkarte hat den Basismaßstab 1:1000. Sie enthält eine grundrisstreue Abbildung des hamburgischen Stadtgebietes mit allen Liegenschaften Sie findet im Maßstabsbereich 1:500 bis 1:2500 Verwendung und ist Grundlage für flurstücks- und bauwerksbezogene Planungen.
Alle Inhalte, die in der früheren analogen Flurkarte enthalten waren, werden in der DSGK geführt und durch zusätzliche Inhalte ergänzt.

Sie beinhaltet im Wesentlichen:

  • Flurstücksgrenzen und Flurstücksnummern
  • Gebäude mit Hausnummern und Stockwerksangaben
  • Straßenführungen und Straßenbezeichnungen

Durch die Einbindung von Aufmaßen aus Tief-, Erd- und Landschaftsbau werden von allen öffentlichen Bereichen umfassende Informationen zu Bebauung, Entwässerung, etc. in einer großen Datenbank zusammengefügt.
Informationen zur Flächennutzung von öffentlichen Anlagen werden mittels dieser detaillierten Aufmasse in das Geoinformationssystem (GIS) eingepflegt und ermöglichen gezielte Abfragen zu Bestand und Pflegemassnahmen.
Auch Bäume werden in Hamburg digital verwaltet und mit der DSGK verknüpft. Die gesamten Informationen zu jedem einzelnen Baum finden sich durch direkte Objektverknüpfung in einer externen Datenbank, die vom jeweils zuständigen Gartenamt gepflegt wird.
Um die DSGK und das GIS ständig aktualisieren und den neuen Bestand einpflegen zu können, werden mittlerweile von der öffentlichen Hand generell digitale Aufmaße zur Abrechnung von Bauvorhaben gefordert.
Die Integration erfolgt über die Georeferenzierung der Aufmaße in das Gauß-Krüger-System.

Die DSGK ist aber auch eine interessante Ergänzung zu landschaftsgärtnerischen Bestandsaufmaßen. Durch direkte Integration unseres Aufmaßes in die DSGK stehen zusätzlich auch Basisinformationen zu den angrenzenden Grundstücken zur Verfügung.
Die DSGK wird hierzu gebührenpflichtig vom Amt für Geoinformation in Auszügen abgegeben. Gerne fordern wir für Sie die Datenauszüge an.

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Vom Aufmaß zur fertigen Zeichnung

Zur Einbindung der lokalen Aufmasse in die offiziellen Lage- und Höhensysteme dient die Anbindung an das Gauß- Krüger- Koordinatensystem und NN-Höhen. Insbesondere bei Aufmassen für Projekte, in denen verschiedene Planungsgewerke kooperieren, ist diese Anbindung, die so genannte Georeferenzierung unentbehrlich, um übereinstimmende Teildaten zu erhalten.

Handelt es sich nur um kleine Bauvorhaben, wird ein örtliches Koordinatensystem mit Nord-Ausrichtung aufgebaut. Als örtlicher Höhenbezug wird z.B. die Eingangs-Höhe eines Gebäudes oder ein Schachtdeckel mit +10,00m festgelegt.

Das Messgerät wird am Aufmaßort an einer zentralen Stelle aufgebaut und horizontriert. In der Regel sind für ein Aufmass mehrere Standpunkte notwendig. Vom ersten Standpunkt aus müssen Festpunkte gelegt werden, die nach einem Wechsel zum Einrechnen in das System erneut angemessen werden. Zusätzlich werden Kontrolllinien gemessen, die eine Lagegenauigkeit aller folgenden Standpunkte sicherstellen.

Anschließend kann mit dem eigentlichen Aufmass begonnen werden. Es werden alle relevanten Punkte gemessen, um das Gelände in der geforderten Genauigkeit darzustellen. Dabei ist es nicht notwendig, sämtliche Materialgrenzen und Einbauten komplett zu messen. Um die Effektivität zu steigern, kommt es vielmehr darauf an, so wenig Punkte wie möglich zu messen und diese später mit Zeichenbefehlen zu einer kompletten Zeichnung zu vervollständigen, ohne jedoch die nötige Genauigkeit außer acht zu lassen. Ein eingespieltes Messteam kann durch diese Vorgehensweise eine hohe Anzahl an Punkten messen und gleichzeitig viel Zeit sparen. Durch den Einsatz moderner Messgeräte ist es auch möglich, das Prisma im 1-Mann-Betrieb mit sich zu führen und per "Tracking-Modus" vom Messgerät verfolgen zu lassen. Diese Variante kann ebenfalls sehr effektiv sein.

Im Büro werden die Messpunkte vom Feldrechner der Totalstationen in den Computer übertragen. Über eine Transformationssoftware werden die Punkte in CAD-nutzbare Daten umgewandelt und anschließend in das CAD-Programm (greenXpert) eingelesen. Im greenXpert wird gemäß der vergebenen Codierungen des Messgerätes eine noch unvollständige Zeichnung erzeugt. Sie besteht zunächst nur aus einzelnen Punkten, Kreisen und Linien. Diese müssen entsprechend den Aufmassnotizen zu einer fertigen Zeichnung vervollständigt werden. Dabei werden z.B. Flächen geschlossen, Linienenden gestutzt oder gedehnt und einzelne Teilstücke einer Linie logisch miteinander verbunden. Ergänzend erfolgt durch Beschriftung, das Einfügen von Symbolen, etc die Aufbereitung zu einem übersichtlichen und gut lesbaren Bestandsplan.

Bei Abrechnungsaufmassen erfolgt anschließend, basierend auf dem Bestandsplan, die Massenermittlung sowie die Erstellung der Dokumentationen und Massenlisten.

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Prüfung von digitalen Aufmaßen

EDV-gestützte Abrechnungen sind lt. Empfehlung der FLL grundsätzlich nicht mehr rechnerisch, sondern nur noch logisch zu prüfen, da man Rechenprogrammen keine Rechenfehler unterstellt. Die logische Prüfung beinhaltet insbesondere das Nachvollziehen der Aufmasspläne in der Örtlichkeit, sowie einen Abgleich der in der Berechnung verwendeten und im Plan dargestellten Werte.

Für die digitale Abrechnung von Bauleistungen empfiehlt sich die Berechnung über die REB- konforme Koordinatenberechnung nach Gauss-Elling. Dieses Verfahren ermöglicht eine exakte Berechnung des Flächeninhaltes unabhängig von der Form, wohingegen die Zerlegung in Regelkörper nur bei einfachen Flächen ein genaues Ergebnis erbringt. Bei unregelmäßig geformten Flächen können Regelkörper nur noch als Näherungsformeln fungieren und sind somit der Koordinatenberechnung nach Gauss-Elling unterlegen.

Bei der Berechnung nach Gauss-Elling bestehen die zu prüfenden Werte aus den Koordinaten der Eckpunkte, welche durch fortlaufende Indexzahlen nummeriert sind. Um die Verwendung falscher Koordinatenwerte auszuschließen, welche die Berechnung verfälschen würden, bieten sich zwei einfache Verfahren an:

  1. Überprüfung der Lage anhand ihrer Indexzahlen und eines im Plan befindlichen Koordinatenrasters.
  2. Stichprobenartiges Berechnen von Kontrollmaßen zwischen einzelnen Koordinaten nach Pythagoras; im Plan oder in der Örtlichkeit können die Maße dann nachgemessen werden.
  3. die Flächenberechnung nach Gauss-Elling erfolgt maschinell und muß nicht mehr kontrolliert werden.

Weitere Informationen zu REB-Formeln, Berechnung und Prüfung von digitalen Aufmassen finden Sie in unserer Prüferanlage

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Gartenjahr

Das Gartenjahr beginnt bereits im Winter nach der Schneeschmelze mit den ersten Frühlingsboten. Es ist die Zeit der Zwiebelpflanzen, die uns lange vor Frühlingsbeginn mit farbenprächtigen und wetterfesten Blüten erfreut.

Viele dieser Pflanzen eignen sich vorzüglich zum Auswildern unter Gehölzen oder in Rasenflächen. Wichtig ist allerdings, diese Flächen nicht zu mähen, bevor die Zwiebelpflanzen ihr oberirdisches Wachstum eingestellt haben und die Blätter welken.

Gut geeignet zum Auswildern sind z.B. Schneeglöckchen, Märzenbecher, Scilla, Wildkrokusse und kleine Narzissen. Frühjahrsblühende Zwiebelpflanzen steckt man im Herbst.

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Mit dem meteorologischem Frühjahrsbeginn reagieren eine Vielzahl von Polsterstauden aus dem alpinen Raum auf die erste Wärme mit überschwänglicher Blüte und lassen einen Gartenspaziergang im März - April zu einem abwechslungsreichen Ereignis werden.

Diese Stauden sind zumeist hervorragend zum Bepflanzen von Mauerfugen geeignet, aber auch für den schattigen Bereich finden sich Frühblüher wie z.B. das Leberblümchen oder das Duftveilchen. Die Stauden können jederzeit gepflanzt werden.

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Der "Wonnemonat Mai" hat seine Beliebtheit sicherlich auch der explosiven Abfolge von Laubaustrieb, Blütehöhepunkten und dem unübersehbaren Pflanzenwachstum zu verdanken. In schneller zeitlicher Abfolge erfreuen uns die blühenden Obstbäumen, danach übernehmen Rhododendren und Azaleen in ihren leuchtenden Farben und die Beetstauden nehmen wieder ihren Platz ein.

Ein Garten kann zu dieser Jahreszeit schwerlich trist wirken - höchstens zu bunt. Um ein harmonisches Gartenbild zu erhalten ist es hilfreich, sich für einzelne Gartenräume gezielt Blütenfarben herauszusuchen, die zueinander passen. Hohe Stauden sollte man in sich wiederholenden Gruppen setzen und Bodendecker großflächig verwenden. Weniger ist hier oft mehr!

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Der Sommer ist die Zeit der Rosen und Prachtstauden. Die hohe Kunst, ein über Wochen reizvoll wirkendes Rosenbeet zu erhalten, besteht darin, die Pflanzen nach Blütezeit, Farbe und Wuchshöhe passend zueinander zu setzen. Wer gerne im Garten experimentiert kann jedes Jahr in Teilflächen neue Aspekte mit Sommerblumen setzen.

Wer lieber weniger tun mag, sollte robuste Bodendeckerrosen mit Begleitstauden pflanzen und kann sich dann auf Düngung und Rückschnitt beschränken. Als klassische Rosenbegleiter gelten Lavendel und Formschnitt-Buchs, aber es gibt eine Vielzahl von Stauden und Gräsern, die ein Rosenbeet lebendig werden lassen und die Rosen wie einen Blumenstrauß umgeben.

Sehr gut geeignet sind z.B. Salbei, Glockenblumen, Schleierkraut, Perlkörbchen und Purpurglöckchen. Zur zweiten Blüte im Herbst eignen sich Schleierastern, Kissenastern und natürlich halbhohe Ziergräser wie Gartenhirse, Federborstengras oder Gartenschmiele. Strauch- und Kletterrosen lassen sich wunderbar mit sommerblühenden Clematis kombinieren, die man allerdings im Frühjahr zurückschneiden sollte.

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Im Altweibersommer verändert sich das Licht, es ist die Zeit des Frühnebels, der Spinnweben und ein letzter Blütenrausch der Stauden trifft mit ersten Früchten und der beginnenden Herbstfärbung zusammen. Klassisch sind die Astern mit ihren leuchtenden Farben, aber auch Herbstanemonen, Sonnenhüte und Eisenhut sowie die 2. Rosenblüte lassen sich hervorragend kombinieren und kontrastieren.

Etwas Geduld muß man für die Startphase von Gräsern mitbringen, aber erst einmal eingewachsen bringen sie eine unersetzliche Leichtigkeit in die Beete und kaschieren auch die von unten verkahlenden Stängel von Edelrosen und hohen Stauden. Als Raumbildner fungieren die Chinaschilfe, die mit ihren Blütenständen bis in den Frost hinein Freude bereiten.

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Mit dem Fortschreiten des Herbstes setzen die Gehölze mit ihren leuchtenden Herbstfarben den Akzent in unseren Gärten. Nach und nach verdünnt sich das pflanzliche Rahmenwerk, lediglich Rosen, Ziergräser, und die spätblühenden Stauden unterstützen noch den letzten Farbrausch. Astern und Chrysanthemen kommt jetzt die zentrale Rolle im Staudenbeet zu - einige Sorten blühen bis zum Frost durch. Ein Garten ist jedoch mehr als eine reizvolle optische Erscheinung.

Er kann vielen Tierarten Nahrung, Schutz und Unterschlupf bieten. Viele Vogelarten wie Meisen, Zaunkönige und Finkenarten ernähren sich von Samenständen oder suchen unter der Laubschicht nach Würmern und Insekten. Es ist für die Lebendigkeit und Vielfalt in unseren Gärten daher unerlässlich, den Garten im Herbst nicht gänzlich "aufzuräumen", sondern Gräser, Stauden und auch Laub stehen bzw. liegen zu lassen. Wir werden mit vielfältigem Besuch aus der Tierwelt belohnt.

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Der jährliche Laubabwurf weckt bei den meisten Gartenbesitzer eine gewisse Melancholie, verbunden mit der Aussicht auf lange, dunkle Wintermonate, in denen es weder grünt noch blüht. Zu Unrecht! Denn noch schmücken frostfeste Beeren, Samenstände und Gräser den Garten und bilden zusammen mit den immergrünen Pflanzen die Wintersilhouette. Bei kaltem Wetter mit Raureif und Eiskristallen überzogen verwandeln sie sich in zauberhafte Skulpturen.

Samenstände von Gräsern und Stauden dienen zudem als natürliche Nahrungsquelle für Kleinvögel und werden gerne in lebhaften Trupps besucht. Bereits ab Mitte Dezember beginnen die ersten Gehölze zu blühen. Zaubernuß, Duftender Schneeball, oder die Schneekirsche sind wohl die schönsten winterblühenden Gehölze. Diese Gehölze, unterpflanzt mit Zwiebelpflanzen, führen zu der endgültige Überzeugung, dass das ganze Jahr Gartenjahr ist!

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